Zum Schuljahr 2008/2009 wurde unsere Schule zur Schwerpunktschule

für Integration ernannt. Bereits im Schuljahr 2001/02 begann

das zuständige Ministerium mit der Einrichtung von Schwerpunktschulen

im Grundschulbereich, ab dem darauffolgenden Schuljahr

2002/03 erfolgte die Ernennung der ersten Schwerpunktschulen im

Sekundarbereich I. Es ist beabsichtigt, ein flächendeckendes Netz

dieser Schulen in Primar- und Sekundarbereich aufzubauen. Aktuell

sind wir eine von derzeit 101 Schwerpunktschulen im Sekundarbereich

in Rheinland-Pfalz.

Was ist eine Schwerpunktschule?

Schwerpunktschulen sind Regelschulen, an denen Kinder und Jugendliche

mit festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf möglichst

wohnortnah integrativ unterrichtet werden.

Sonderpädagogischer Förderbedarf wird durch ein sonderpädagogisches

Gutachten festgestellt und kann bei Kindern und Jugendlichen

mit körperlichen Beeinträchtigungen, geistigen Beeinträchtigungen,

Hör- und Sehstörungen, Spracherwerbsstörungen, Lernbeeinträchtigungen

und Verhaltensauffälligkeiten vorliegen.

Was ist anders an der Schwerpunktschule?

In der Schwerpunktschule werden die Schülerinnen und Schüler entsprechend

ihrer Fähigkeiten individuell gefördert und können den

Schulabschluss erreichen, der ihrer Leistungsfähigkeit und den individuellen

Möglichkeiten entspricht. Der Unterricht ist – wenn erforderlich

– zieldifferent. Als Grundlage für die individuelle Förderung werden

Förderpläne erstellt, in denen die je nach Lernstand angestrebten

Ziele für einen überschaubaren Zeitraum vereinbart werden.

Damit diese Arbeit gut gelingen kann werden die Regellehrkräfte

durch FörderschschullehrerInnen und Pädagogische Fachkräfte

unterstützt. Die verschiedenen Berufsgruppen arbeiten im Team zusammen

und sind gemeinsam für alle Schülerinnen und Schüler verantwortlich.

Was bedeutet dies für unsere Schule?

In diesem Schuljahr besuchen 17 Schülerinnen und Schüler mit besonderem

Förderbedarf unsere Schule. Sie werden in 9 verschiedenen

Klassen (4 Halbtags- und 5 Ganztagsklassen) integrativ unterrichtet.

Zwei Förderschullehrkräfte und zwei Pädagogische Fachkräfte

sind den Integrationsklassen zugeordnet. Regelschullehrkräfte,

Förderschullehrkräfte und Pädagogische Fachkräfte planen

und unterrichten weitgehend gemeinsam. Grundsätzlich wird im Klassenverband

unterrichtet; je nach pädagogischer Notwendigkeit können

auch Einzel- oder Kleingruppenförderung hinzukommen. Integrationsschüler

und zu fördernde Regelschüler erhalten differenzierte

Materialien.

Welche Vorteile haben die Regelschüler?

· Frühes Erkennen von Lernstärken und Lernschwierigkeiten

· Besseres Eingehen auf individuelle Bedürfnisse durch

   Doppelbesetzungen

· Realisierung von modernen Unterrichtsmethoden

Welche Vorteile haben die Integrationsschüler?

· Leistungsmotivation durch Vorbild der stärkeren Schüler

· Viele Gelegenheiten zu sozialem Lernen

· Anderssein ist Normalität